Wir stellen ätherische Öle und Hydrolate aus Chiemgauer Kräutern, Blüten, Samen und Wurzeln her.
Das kleine Einmaleins des Destillierens?
Die Grundlagen des Destillierens
Was sind ätherische Öle?
Riechen wir an Kräuter, Gewürzen oder Blumen steigt uns der Duft ihrer ätherischen Öle in die Nase.
Natürliche ätherisches Öl besteht aus einer Vielzahl chemischen Verbindungen, wie Monoterpenole, Monoterpene, Sesquiterpernole, Sesquiterpene, Aldehyde und Alkohol, welche grundsätzlich flüchtig sind. Die Summe des Ganzen ist für den Duft und letztendlich auch für die Heilkraft verantwortlich.
Eine Pflanze bringt je nach Region unterschiedliche Öle hervor. Ausschlaggebend ist auch die Höhe, in welche die Pflanze wächst. Je unwirtliche der Standort, desto reichhaltiger sind die Inhaltsstoffe und demzufolge die Ausbeute.
Wir beleuchtend drei unterschiedliche Herstellungsarten, um Düfte zu extrahieren: Den natürlichen Duft, oder den synthetischen und künstlichen Duft. Aus einer Pflanze hergestellte Düfte / Öle werden als natürlich betrachtet. Im Labor nachgebaute Düfte, welche typisch riechen wie die bekannte Pflanze aber aus natürlichen günstigeren Materialien zB. aus Holzfasern etc. nachgebaut werden, sind synthetisch. Ein nicht existierender Duft, im Labor erfunden, wird als künstlicher Stoff bezeichnet.
Ätherischen Öle sind keine Fetten Öle. Ein Indiz für eine hochwertige Qualität lässt sich ganz einfach feststellen, indem wir einen Tropfen des flüchtigen Stoffs auf ein Papier träufeln. Nach dem trocknen bleibt kein fetter Fleck zurück. Je nach Pflanze hinterlässt er lediglich eine leichte gelbliche Verfärbung. Das gestreckte Öl mit Speiseölen würden eine sichtbare fettige Spur hinterlassen.
Da sich ätherische Öle nicht mit Wasser mischen lassen, ist die Wasserdampfdestillation eine hervorragende Methode Öle zu gewinnen. Diese lösen sich wiederum in Alkohol, Sahne, Michl, Honig…
Was sind Hydrolate?
Das Hydrolat besteht aus einer wässrigen Phase – dem Hydrolat und einer fettigen Phase – dem ätherischen Öl.
Ätherische Öle und Hydrolate gehören demnach immer zusammen. Ohne das eine, nicht das andere. Die Wässer finden in der Medizin, Aromatherapie, Kosmetik, Naturheilkunde, in der Küche und in Getränken ihren Platz.
Viele Punkte sind wichtig um ein gutes Resultat und Ergiebigkeit in Bezug auf die ätherischen Öle, sowie bei den Hydrolaten zu erzielen. Finden diese Punkte keine Beachtung, oder ist das Gerät nicht geeignet, bekommen wir entweder keinen Tropfen des feinen Öls und auch die Qualität des Hydrolats wird uns nicht begeistern.
Wenn wir Maiglöckchen-, Apfel- oder Fliederdüfte mit der Bezeichnung ätherische Öle entdecken, handelt es sich grundsätzlich um künstliche Stoffe. Das Fruchtfleisch enthält keine ätherischen Öle.
Vielfältig in ihrer Anwendung:
Geben wir unsere Hydrolate oder ätherischen Öle in ein warmes Bad profitieren wir gleich mehrfach. Die Substanzen entfalten sich hervorragend im Wasser und wir nehmen die Düfte über unsere Nase und über unsere Haut auf. Wie schon erwähnt lassen sich die Aromen auch in der Küche raffiniert einsetzen, Fantasie ist hier gefragt.
Nicht zu vergessen die Naturkosmetik, oder die Kreation eines eigenen Parfums. Der Duft kann beflügeln und beruhigen zugleich. Eingearbeitet in Gesichtspflege oder Duftsprays werden die Wirkstoffe ebenso über die Haut aufgenommen und durch den Blutkreislauf verteilt. Massageöle können beduftet werden, Haarpflege damit bereichert, dabei ist die Wirkung der unterschiedlichen Öle auf die Bedürfnisse und die Heilwirkung individuell abstimmbar.
Innerliche und äußerliche Anwendungen sind ebenso möglich und kommen in Form von Kompressen oder von Gurgelwasser in Frage. Innerlich angewandt sollten die ätherischen Öle unbedingt stark verdünnt sein bzw. mit einem Arzt besprochen werden. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Substanzen in ihrer Reinform z.T stark giftig sein können. Daher ist es unbedingt notwendig, sich über seine eigenen Produkte und deren Wirkung genaustens zu informieren.
Die Wasserdampfdestillation
Die Art des Destillierens ist eine sehr schonende Methode an naturreine Öle und Hydrolate zu gelangen.
Was verstehen wir unter einer Destillation und einer Wasserdampfdestillation?
Destillation: Dabei werden zwei oder mehrere Flüssigkeiten erhitz bis sich kochen, dabei entsteht Dampf. Er ist mit den Inhaltsstoffen angereichter, welche einen niedrigeren Siedepunkt aufweisen. Der Dampf mit den Inhaltsstoffen wir in einen Kühler geleitet. Dabei kondensiert er beim Abkühlen und wird wieder flüssig. Diese Flüssigkeit nennen wir Destillat.
Wasserdampfdestillation: Hierbei darf das Destilliergut wie Kräuter, Samen, Schalen usw. nicht direkt in das Wasser, sondern es befindet sich in einem Behälter, dem Aromakorb, über dem kochenden Wasser. Der Wasserdampf nimmt auch hier die flüchtigen Substanzen mit, sie strömen gemeinsam mit dem Dampf bis zur Kühlung. Dort kondensiert es und wird wieder flüssig.
Wie bei Essig und Öl schwimmt nun das ätherische Öl auf unserem Hydrolat. Die sogenannt Öl Phase (äth.Öl) verbindet sich nicht mit der Wasserphase (Hydrolat) Im Pflanzenwasser befinden sich überwiegend die wasserlöslichen Wirkstoffe einer Pflanze. Dennoch ist ein kleiner Anteil von 5-8% ätherischer Öle darin zu finden. Im ätherischen Öl befinden sich wiederum die Fettlöslichen Wirkstoffe einer Pflanze.
Die Wasserdampf Destille
Diese Besteht aus: Dem Kessel, darin befindet sich das Wasser und der einsetzbare Aromakorb mit dem Destilliergut. Der Aromakorb, ist eine Art Sieb und hält unsere Pflanzen etc. über dem Wasser. Der sogenannte Dom, ist ein Deckel, er verschließt alles luftdicht, damit der Dampf nicht entweichen kann. Das Geistrohr befindet sich über dem Dom, es führt den Dampf in die Kühlspirale. Der Kühler ist eine Art separater Topf und wird mit Kühlwasser gefüllt, welches die Kühlspirale im Kühlertopf unsichtbar integriert. Es wird mit kaltem Wasser umspült und kühlt dabei den Dampf mit seinen Inhaltsstoffen ab. Dieser kann so kondensieren und flüssig werden.
Um den Kessel aufzuheizen, brauchen wir eine separate Heizquelle.
