Die Kunst des Destillierens

MIT DÜFTEN AUS DER NATUR WOHLBEFINDEN schaffen

 

Wir stellen ätherische Öle und Hydrolate aus Blüten Blätter, Zitrusschalen, Samen, Wurzeln und Harzen her- wie funktioniert eine

 

Destille? 1. Teil

 

Vorgestellt von Kräuterexpertin Andrea Illguth

Mögt ihr den Geruch von Heu? Augen zu – was für ein Gefühl breitet sich in euch aus, wenn ihr an einem lauen Sommerabend den Duft von frisch gemähtem Heu durch die Nase einatmet? Fehlt nur noch das musikalische Zirpen der Grillen,  es schein wie inszeniert, wenn sie perfekt  zum  Sommernachtstraum geigen. Ich kann mir vorstellen die meisten nehmen diesen altbekannten Geruch wohlwollend wahr?! Sogleich breitet sich ein entspanntes Gefühl in uns aus. Die Lungenflügel werden weit, sogar das Gehirn reagiert auf diese feinen Moleküle und sendet Glücksgefühle in all unsere Zellen. Der Grund für diesen Empfindungen hat einen Namen – Cumarin. Gelangt es in  Form von Duftmolekülen in unser Riechhirn, dem limbischen System, kann es uns beruhigen, Krämpfe lösen, wach und glücklich machen.  Der sekundärer Pflanzenstoff kommt vermehrt im Waldmeister, Zimt, Steinklee, aber auch in Gräsern vor. Dieser kleine Duftstoff, beginnt allerdings erst zu wirken, wenn die Pflanze welkt oder zerstört wird.

Kräuter, Blumen, Sträucher und Bäume, ihre Blüten, Blätter, Samen, Wurzeln und Harze sind randvoll mit diesen duftenden Substanzen. Meistens sind es ihre ätherischen Öle, die uns auffällig in die Nase steigen.

Tatsächlich unterschätzen wir unsere Menschennase sehr. Dabei wirkt unser Geruchssinn direkt auf das limbische System, das sogenannte Riechhirn. Immerhin ist es eines der ältesten Regionen unseres Gehirns – es ist für die Entstehung von Gefühlen, ebenso für die Bildung bestimmter Hormone zuständig Durch einen elektrischen Umwandlungsprozess können körpereigene Botenstoffe ausgeschüttet werden. Kakao- oder Vanilleduft schüttet zum Beispiel Serotonin,  Grapefruit, Endorphin aus. So schenken uns Düfte nicht nur psychisch, sondern auch körperlich wohltuende Wirkungen. Sogar als sanftes Heilmittel werden sie eingesetzt. Dieses Wissen um die Heilkraft der Naturdüfte und der Kräuter ist schon unglaublich alt. Die ersten Aufzeichnungen reichen sogar über 5000 Jahre zurück.

Schon unsere steinzeitlichen Vorfahren verbrannten Harze und getrocknete Pflanzen. In ihren vielen Ritualen wollten sie dadurch die Götter gnädig stimmen, aber auch zur Heiling und zum Desinfizieren galt der Rauch als äußerst wirkungsvoll. Sogar beruhigende oder anregende Wirkungen beobachteten die Heiler im Rauch.

Bereits die alten Ägypten verstanden sich sehr gut in der Kunst des Destillierens. Dabei spielten    die ätherischen Öle bei ihren Bestattungspraktiken eine wichtige Rolle. Die Körper der Toten, erst mit Harzen balsamiert, die Tücher, in denen die Toten eingehüllt wurden, mit Weihrauch- und Myrreölen getränkt, verhinderten den Zerfall des Körpers. Duftende Salben aus zerstampften Blüten und Mineralien in Tierfett eingelegt dienten nicht nur der Schönheitspflege, sondern auch als Medizin.

Sogar  gesellschaftlich spielten die Düfte eine einnehmende Rolle. Es hieß Kleopatra (69 v. Chr. – 30 v. Chr.) ließ die Flügel ihrer Palasttauben mit duftendem Puder bestäuben, so konnten die Vögel durch die weitläufigen Hallen segeln, um mit jedem Flügelschlag feinste Duftnuance zu verbreiten. Als Marc Anton mit seinem Schiff im Hafen Alexandrias einlief, erwartete ihn ein wahres Duftkonzert. Die schönste Frau der damaligen Zeit, war eben nicht nur schön, sondern auch sehr raffiniert. So ordnete Kleopatra an, die Segel ihrer Flotten mit betörenden Parfümölen einzupinseln. Nicht verwunderlich also, dass der römische Feldherr, der schönheitsbewusste Königin sogleich zu Füßen lag.

Im Land der Pharaonen entwickelte sich sehr schnell eine viel gepriesene Aromamedizin und Duftkultur. Duftstoffe waren im alten Ägypten wertvoller als Gold und Silber, denn der Glaube, dass sie einen Hauch des ewigen Lebens in sich tragen, war allgegenwärtig. Im Tempel von Edfu befinden sich auch heute noch alte Rezepturen, heiliger Salböle, aufgemalt auf uralten Wänden.

Großen Bekanntheitsgrad verschaffte der englische Arzt und Astrologe Nicholas Culpeper (1614 – 1654) in Sachen Heilzwecke durch ätherische Öle. Er veröffentlichte Schriften zum Thema - die anregenden Wirkungen durch Kräuter und Pflanzen. Viele Ärzte, Heiler und Alchemisten der damaligen Zeit ließen sich davon leiten.

Den Namen Aromatherapie hat der französischen Chemiker René- Maurice Gattefossé, der sich intensiv mit den Pflanzenessenzen beschäftigte, geprägt. In dem Buch „Aromatherapie“, veröffentlichte er seine Erkenntnisse über deren Heilwirkungen. Experten betrachten die Aromatherapie heute als sichere und zuverlässige Naturheilmedizin, sie ist Teil der modernen Phytotherapie.

Hannes Hatt, einer der berühmtesten Duftforscher unserer Zeit, hat ganz erstaunliche Forschungen zu den Duftrezeptoren in der Nase,  wie sie sich in unseren ganzen Körper verteilen und dabei erstaunliches leisten, veröffentlicht.

So sind  die ätherischen Öle der Aromatherapie in der Lage, vor allem bei psychosomatisch mitverursachten Beschwerden wie Schlafstörung, Verstimmung, Nervosität oder Stress Linderung zu verschaffen. Auch als unterstützende Heilmittel bei Erkältungskrankheiten, Wechseljahr- oder nervösen Magen-Darm-Beschwerden sind die  atmosphärischen Öle anerkannt.

Die Praktiken zur Herstellung ätherischer Öle und Hydrolate haben sich bis zum heutigen Tag in vielerlei Hinsichten extrem verfeinert. Dabei ist es allerdings auch einfacher geworden immer mehr Düfte synthetische herzustellen. Die Produkte sind günstig,  nur ohne Wirkung. Wegen ihrer unzähligen Inhalts- und Duftstoffe lassen sich natürliche Düfte aber keinesfalls synthetisch genau konstruieren. So können wir zwar den Lavendelduft wahrnehmen, Heilkraft besitzt dieses nachgemachte  Öl aber nicht. Angeblich entsprechen 85 % der ätherischen Öle sowie der Hydrolate, welche wir auf dem öffentlichen Markt erhalten nicht dem Qualitätsversprechen. 

Heute stellen wir uns eine große Aufgabe, indem wir zu den Geheimnissen der Gerüche vordringen wollen, um sie zu extrahieren damit wir sie anschließend gewinnen können.  Genau aus diesem Grund widmen wir uns  einem ganz speziellen Thema – die Rede ist von der Wasserdampf Destillation.

Destillieren ist ein Handwerk, das gelernt sein will. Die Ausbeute hängt nämlich von den jeweiligen Pflanzen, dem passenden Gerät und auch  der Erfahrung ab. Je mehr wir über den Vorgang des Destillierens wissen, desto feiner und hochwertiger werden unsere Produkte. Es ist eine Kunst für sich den Pflanzen ihre nicht wasserlöslichen Stoffe,  die ätherischen Ölen, sowie ihren wasserlöslichen Stoffen,  die Hydrolaten, zu entlocken.

Die Grundlagen des Destillierens – ein kleiner Ausflug in die Chemie

Was sind ätherische Öle?

Riechen wir an Kräuter, Gewürzen oder Blumen steigt uns der Duft ihrer ätherischen Öle in die Nase. Gebildet werden die Öle in den Öldrüsen, im Pflanzengewebe werden sie gespeichert. Es kann ganz unterschiedlich sein, in welchen Pflanzenteilen sich die Duftstoffe befinden. Pflanzen liefern diese entweder aus  Blüten,  Blätter, Wurzeln, Samen, Fruchtschalen, Harzen, Rinden oder Hölzern. Sie locken mit dem Duft Insekten an, oder verdunsten das flüchtige Öl, um in extremer Hitze nicht zu verbrennen. Im Salbei oder Rosmarin, werden wir hauptsächlich in den Blättern fündig. Rose und Jasmin verbergen den Duft in ihren Blüten. In den Schalen der Zitrusfrüchte sind die allermeisten Öle in den Ölbehältern der Schale enthalten.

Natürliche ätherisches Öl besteht aus einer Vielzahl chemischen Verbindungen, wie Monoterpenole, Monoterpene, Sesquiterpernole, Sesquiterpene, Aldehyde und Alkohol, welche grundsätzlich flüchtig sind. Die Summe des Ganzen ist für den Duft und letztendlich auch für die Heilkraft verantwortlich.

Eine Pflanze bringt je nach Region unterschiedliche Öle hervor.  Ausschlaggebend für die Intensität ist auch die Höhe, in der die Pflanze wächst. Sobald die Mittel für Heilzwecke verwendet werden, heißt es Verwechslung unbedingt zu vermeiden. Darum muss immer der lateinische Name angegeben sein. Beim Lavendel zum Beispiel gibt es viele unterschiedliche Arten und Namen, welche sich natürlich in ihrer Wirkung unterscheiden würden.

Für die Herstellung der Düfte existieren drei unterschiedliche Vorgehensweisen. Die natürliche, die synthetische und die künstliche Herstellung. Werden die Öle direkt aus einer Pflanze hergestellte, sprechen wir von einem natürlichen Duft. Im Labor zu einem natürlichen Duft nachgebaute Stoffe, werden als synthetisch bezeichnet. Existiert ein Duft noch nicht, wird dieser also erst im Labor neu kreiert, sprechen wir von einem  künstlichen Stoff.

Ätherischen Öle sind keine fetten Öle. Ein Indiz für eine hochwertige Qualität lässt sich ganz einfach feststellen, indem wir einen Tropfen des flüchtigen Stoffs auf ein Papier träufeln. Nach dem trocknen bleibt kein Fettfleck zurück, je nach Öl hinterlässt er lediglich eine leichte Verfärbung. Das gestreckte ätherische  Öl mit Speiseölen würden sichtbaren Spuren hinterlassen.

Da sich ätherische Öle nicht mit Wasser vermischen bzw. lösen lasse, ist die Wasserdampfdestillation eine hervorragende Methode, um diese wertvollen Öle zu gewinnen. Erst einmal gewonnen können wir sie wiederum in Alkohol, Sahne, Michl, Mandelöl und Honig hervorragend lösen um sie anschließend weiterzuverarbeiten.

Was sind Hydrolate?

Das gewonnene Hydrolat aus unserer Destille besteht aus einer wässrigen Phase – dem Hydrolat und einer fettigen Phase - dem ätherischen Öl. Beide verbinden sich nicht. Nach einer Destillation enthalten unsere Pflanzenwässer alle destillierbaren, wasserlöslichen Bestandteile einer Pflanze. Das Öl schwimmt auf dem Hydrolat auf und kann abgesaugt werden.

Sicher kennt ihr Rosenwasser, hier sprechen wir von einem Hydrolat, Blütenwasser oder Duftwasser. Manche Duftwässer färben sie sich milch trüb, das ist eine Qualitätsmerkmal, da es sehr intensiv ist.

Ätherische Öle und Hydrolate gehören demnach immer zusammen. Ohne das eine, nicht das andere. Das wertvolle Blütenwasser findet in der Medizin, Aromatherapie, Kosmetik, Naturheilkunde, in der Küche plus in Getränken seinen Platz.

Wir müssen wirklich viele Punkte beachten um ein gutes Resultat und eine Ergiebigkeit in Bezug auf die ätherischen Öle, sowie eine hohe Qualität bei den Hydrolaten zu erzielen. Finden diese Punkte keine Beachtung, oder ist das Gerät nicht geeignet, bekommen wir entweder keinen Tropfen des feinen Öls  herausgelöst oder die Qualität des Hydrolats wird uns nicht begeistern. Doch mit einem guten Arbeitsgerät und einem gewissen Knowhow können wir unsere Produkte,  im Vergleich zu den gekauften Mitteln, oft um ein Vielfaches in Bezug auf die Qualität steigern.

 

 

MIT DÜFTEN AUS DER NATUR WOHLBEFINDEN schaffen

 

Wir stellen ätherische Öle und Hydrolate aus Blüten, Zitrusschalen, Blätter, Samen, Wurzeln und Harzen her            

 

- wie funktioniert das Destillieren? 2. Teil

 

Vorgestellt von Kräuterexpertin Andrea Illguth

In Gärten, Wiesen und Wäldern, überall dort wo Kräuter, Blumen, Sträucher und Bäume wachsen, sind sie verborgen – die Düfte und Essenzen der Pflanzen.  Vielleicht könnte man meinen, wie schwer es sein mag, an diese wertvollen Stoffe zu gelangen. Tatsache ist, mit dem richtigen Know-how und mit der passenden Ausrüstung können wir relativ leicht an die wirkungsvollen Stoffe gelangen.  In zahlreichen Fachartikeln und Reportagen wird immer öfter um die Wirkungen und Anwendung von Hydrolaten und ätherischen Ölen berichtet. Bezüglich der Herstellung im kleineren Maßstab ist allerdings relativ wenig bekannt. Neben der Theorie braucht es viel Praxis, damit ein   zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wird. Daher möchte ich euch im zweiten Teil auf den Weg des Destillierens ein wenig begleiten. So verlangt jede Pflanze ihre eigene Behandlung und jede Destillation bringt neue Erfahrungen mit sich.

Schon die Alchimisten hatten Destillen zur Verfügung, um Materialien voneinander zu trennen. In der Alchemie bezeichnete man ab dem 1. und 2.  Jahrhundert die Lehre von den Eigenschaften der Stoffe und ihrer Reaktion. So ist sie ein alter Zweig der Naturphilosophie. Im Laufe des 17. Und 18. Jahrhunderts wurde sie von der modernen Chemie, sowie der Pharmakologie begrifflich abgetrennt.  Die Bandbreite der Alchimisten war groß und reichte über die „Herstellung von Gold und der Suche nach dem Stein der Weisheit“ weit hinaus. Sie waren Chemiker, stellten Schießpulver her und fungierten als Pharmazeuten.

Paracelsus schreibt: „Ein Alchimist, scheidet das böse vom guten, er verwandelt das gut in ein Tinctur.“  Sein Ziel und das seiner Nachfolger bestand in erster Linie der Erneuerung der damaligen Medizin und Entdeckungen in der Pharmazie.

 

Der Sockel der Pharmazie baut auf den Pflanzen auf. Es gibt viele Arten an ihre Stoffe zu gelangen. Auszugsarten im Vergleich zum Destillieren.

Auszüge:

Sehr oft hören wir den Begriff Kräuterauszug. Diese Lösungen enthalten auch ätherische Öle, allerdings in sehr geringen Anteilen. Daher lässt sich daraus kein Öl gewinnen. Diese Auszüge verwenden wir direkt.

Alkoholischer oder öliger Auszug:

Wollen wir einen Öl- Auszug herstellen, verwenden wir dafür hochwertiges Speiseöl.  Für die alkoholischen Auszüge benutzen wir entweder Ethanol 96%ig oder mindestens 40%igen neutralen Trinkalkohol. Effektiver und schneller geht die Extraktion bei Ethanol. In beiden Auszügen sind ätherische Öle enthalten, der Gehalt ist auch sehr gering. Deshalb können wir ebenfalls keine ätherischen Öle direkte daraus gewinnen.

Wässriger Auszug:

Ein Wässriger- Auszug entsteht, wenn wir die Pflanzen in kaltes Wasser einlegen oder einen Tee damit kochen. Beide Methoden enthalten fast keine ätherischen Öle, denn das Wasser löst diese nicht gut genug heraus, außerdem verdampfen die ätherischen Öle bei Hitze zu einem Großteil.

Essenzen:

Der Begriff Essenz stiftet hin und wieder Verwirrung und wird nicht selten als ätherisches Öl bezeichnet. Essenzen sind aber ein Stoff, welcher synthetisch hergestellt wird. Hierbei können künstliche, sowie natürliche Ausgansstoffe Verwendung finden.  Eine 100% natürliche Essenz, entspricht somit dem synthetischen Produkt, welches als Ausgansstoff natürliche Komponenten enthält. Diese Produkte finden wir sehr oft in der Lebensmittelindustrie.

Wenn wir Maiglöckchen-, Apfel- oder Fliederdüfte mit der Bezeichnung ätherische Öle entdecken, handelt es sich grundsätzlich um künstliche Stoffe, sie enthalten überhaupt keine ätherischen Öle. Früchte, die zum Essen da sind, haben keine Öle, außer ihre Schalen.

Wie verwenden wir Hydrolate und ätherische Öle

Vielfältig in ihrer Anwendung:

Geben wir unsere Hydrolate oder ätherischen Öle in ein warmes Bad profitieren wir gleich mehrfach. Die Substanzen entfalten sich hervorragend im Wasser, wir nehmen die Düfte über unsere Nase und über unsere Haut auf. Auch in der Küche lassen sie sich raffiniert einsetzen. Fantasie ist hier gefragt. So können ein paar Tropen von Ingwer, Orange, Zitrone, Koriander und Basilikum unserem Speiseöl einen richtigen flotten Pfiff verpassen. Leitungs- oder Mineralwasser schmeckt auch einfach interessanter und besser, geben wir ein paar Tropfen Öl oder spritzen es mit Hydrolaten. Wer eigenen Liköre ansetzt, kann diesen unter Verwendung eines Blütenwassers eine zusätzliche Qualitätskrone aufsetzen.

Nicht zu vergessen die Anwendung in unserer Naturkosmetik und der Kreation eines eigenen Parfums. Der Duft kann beflügeln und beruhigen zugleich. Eingearbeitet in Gesichtspflege oder Duftsprays werden die Wirkstoffe ebenso über die Haut aufgenommen und über den Blutkreislauf verteilt. Massageöle können beduftet und Haarpflege damit bereichert werden. Dabei ist die Wirkung der unterschiedlichen Pflanzen auf die Bedürfnisse und die Heilwirkung individuell abstimmbar.

Sogar innerlich und äußerliche Anwendung sind möglich. Äußerlich wie bei Kompressen, Gurgelwasser etc. sollten die ätherischen Öle stark verdünnt sein. Innerlich dürfen diese nur nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Wir müssen beachten, dass die Substanzen in ihrer Reinform, sprich dem ätherischen Öl, zum Teil stark giftig sein können. Daher ist es unbedingt notwendig, sich über seine eigenen Produkte genaustens zu informieren. Dasselbe gilt auch für die Hydrolate.

Was ist eine Wasserdampfdestillation

Die Art des Wasserdampfdestillierens ist eine sehr schonende Methode um an naturreine Öle, sowie an Hydrolate zu gelangen. Vielleicht besitzt ihr sogar einen eigenen Kräutergarten, wenn nicht ist das aber auch kein Problem. Wir können die Nadeln unserer heimischen Nadelbäume nutzen (allerdings darf nur nach Rücksprache mit dem Besitzer im Wald geerntet werden), die Schalen der Zitrusfrüchte oder Wildkräuter. Verwenden wir einwandfrei Ware, können wir sicher sein, dass keine Chemikalien in unseren späteren Produkten enthalten sind.

Was ist der Unterschied zu einer Destillation und einer Wasserdampfdestillation?

Destillation: Dabei werden zwei oder mehrere Flüssigkeiten erhitz bis sie kochen, es entsteht Dampf. Dieser Dampf ist mit Inhaltsstoffen angereichert, da sie einen niedrigeren Siedepunkt aufweisen. Der Dampf mit den Inhaltsstoffen wird nun in einen Kühler geleitet. Darin kondensiert er beim Abkühlen und wird wieder flüssig. Das angereicherte Destillat ist fertig.

Klassisch ist diese Anwendung beim Schnapsbrennen. Das vergorene Obstwassergemisch mit einer kleinen Menge an Alkohol wird destilliert. Da Wasser bei 100°C zu sieden beginnt, Alkohol (Ethanol) schon bei 78,5°C, reichert sich der Alkohol schneller im Dampf an, er kühlt ab, wird wieder flüssig und läuft in einen Auffangbehälter. Das Produkt, das dabei herauskommt, ist Schnaps. Wir sprechen von hochprozentigem Alkohol.

Wasserdampfdestillation: Hierbei darf das Destilliergut nicht in das Wasser, sondern es befindet sich in einem Behälter über dem kochenden Wasser. Der Wasserdampf nimmt die flüchtigen Substanzen mit und sie strömen gemeinsam bis zur Kühlung. Dort kondensieren sie und werden wieder flüssig. Wie bei Essig und Öl schwimmt nun das ätherische Öl auf unserem Hydrolat auf, die Ölphase verbindet sich nicht mit der Wasserphase. Im Hydrolat befindet sich überwiegend die wasserlöslichen Wirkstoffe, dennoch ist ein kleiner Anteil von 5-8% ätherischer Öle darin enthalten. Im ätherischen Öl wiederum sind die fettlöslichen Wirkstoffe konzentriert.

Die Wasserdampf Destille

Sie besteht aus einem Kessel. Darin befindet sich das Wasser und der Aromakorb mit dem Destilliergut. Der Aromakorb ist eine Art Sieb, er hält unsere Pflanzen über dem Wasser. Der sogenannte Dom, ist ein Deckel, der alles luftdicht verschließt. Der Dampf darf nicht entweichen. In der Destillieranlage befindet sich das Geistrohr über dem Dom, es führt den Dampf in die Kühlspirale und anschließend in den Kühler. Er ist eine Art Topf mit Kühlwasser gefüllt, das die Kühlspirale mit einem spiraligen Rohr im Topf integriert.  Das Kühlwasser umspült die Spirale und kühlt den Dampf runter damit er mit seinen Inhaltsstoffen kondensiert kann und wieder flüssig wird. Um den Kessel aufzuheizen, brauchen wir eine separate Heizquelle.

Wie bereiten wir unsere Pflanzen vor?

Es lohnt sich die vielen kleinen Dinge zu beachten, um eine passable Menge ätherisches Öl, sowie ein hochwertiges Hydrolat zu erhalten. Es geht schon beim richtigen Zeitpunkt der Ernte los. Dieser ist im Prinzip schon eine kleine Wissenschaft für sich. Wir sollten uns unbedingt informieren, wann unsere gewählten Pflanzen den höchsten Wirkungsgrad erreichen.  Falls wir nicht gleich mit der Arbeit loslegen können, ist die fachgerechte Konservierung, sowie die anschließende Aufbewahrung zu beachten. Getrocknet wird auf alle Fälle so schonend wie möglich, nicht in der Sonne – denn Licht zerstört die Inhaltsstoffe, ebenso jede Bruchstelle. Ich verwende meist die ganze Pflanze, brauche ich aber nur die Blätter oder Blüten, entferne ich diese direkt nach der Ernte. Denn die wertvollen Inhaltsstoffe, haben die Angewohnheit in den Stängel zurückzuströmen. Sobald alles in einem gut durchlüfteten Raum getrocknet ist, das heißt, sobald die Pflanzen rascheln, verpacken wir unsere Droge in dunkle Papiertüten oder in verschließbare Glasbehälter. Von Plastik ist abzuraten, darin lösen sich nämlich die ätherischen Öle auf. Auch der Grad der Zerkleinerung spielt eine große Rolle, wenn es um das feine und ergiebige Ergebnis unseres Destillats geht. Hierbei möchte ich fast von einem optimalen Zerkleinerungsgrad sprechen.

Rosenblüten wollen vor Sonnenaufgang geerntet werden, gleich wenn ihr Blütenkopf gerade aufgeblüht ist. Trocknen und aufbewahren ist keine Option, hier heißt es, gleich ans Werk und mit der Arbeit beginnen.

Der Lavendel ist robuster, ihn können wir auch trocken und später verwenden. Generell sollte er erst drei Tage in Büscheln aufgehängt trocknen, bevor er in unsere Destille landet. Ein großer Teil der ätherischen Öle, welche die Pflanzen vor großer Hitze schützen, sind vor Mittag enthalten.

Die meisten Kräuter verströmen ihre größte Kraft mit der Blüte, am besten destillieren wir sie sofort oder wir trockenen sie wieder schonend. Damit sie nicht schimmeln, empfiehlt es sich sie mehrmals zu Wenden. Optimale Raumtemperatur sind 20°C, nicht aber über 30°C. Bei Zitrusfrüchten sollten wir unbedingt darauf achten, dass sie voll ausgereift sind, bioqualität ist natürlich Pflicht. Auch Samen und Gewürze können wir im vollreifen- oder im getrockneten Zustand verwenden. Entscheiden wir uns für getrocknete Zutaten, müssen wir diese allerdings vorher im Mörser leicht zerdrücken.

Nadelhölzer erzielen eine gute Ausbeute, ihr Erntezeitpunkt beginnt ab Mai bis August, leider gehen die Inhaltsstoffe beim Trocknen ein wenig verloren.

Wir ernten nach drei Tagen Sonnenschein, denn nach Regen sind die Inhaltsstoffe ausgeschwemmt und die Pflanzen brauchen einige Tage, bis sie diese wieder hochfahren können.

Wir beginnen mit dem Vorgang des Destillierens

Auf was müssen wir achten?

Wir müssen immer auf das Verhältnis Wasser/Pflanzenmaterial achten, das heiß nicht zu viel Pflanzen aber auch nicht zu wenig. Auch auf das Gerät und dessen Konstruktion kommt es an. Die passende Geometrie und die Größe des Auffanggefäßes sind ausschlaggebend. Wichtig ist eine gute Heizleistung der Wärmequelle um das Wasser schnell auf Temperatur zu bringen. Wie schon erwähnt spielt auch der richtige Erntezeitpunkt und das richtige zerkleinern eine immense Rolle. Bevor wir zu Arbeiten beginnen müssen wir die Destille gut mit Aceton Alkohol reinigen. Kleinste Restbestände des vorherigen Materials könnten das neue Produkt schon verfälschen oder den Duft verändern. Anschließend spülen wir die Anlage mit Wasser und Spülmittel klar.

Das Befüllen der Anlage

Die Faustregel besagt, je Gewicht Pflanzenmaterial, verwenden wir dieselbe Menge an Wasser. Zum Beispiel ein kg Lavendel – ein Liter Wasser. Zu viel Wasser führt zu einer geringen Ölmenge und zu einem dünnen Hydrolat. Weniger Wasser bringt für die Ausbeute keinen Mehrwert, im Gegenteil, die Anlage könnte heiß laufen. Tritt dieser Fall ein, müssen wir alles entsorgen, die Anlage reinigen und von neuem befüllen. Manche getrockneten Samen, oder Schalen quellen durch den Wasserdampf auf, daher ist es sinnvoll die Samen bzw. die Schalen nicht randvoll aufzufüllen. Wenn wir dann den Aromakorb einsetzen darf das Wasser nicht bis zum Korb reichen. Bei sehr feinem oder staubigem Material hat es sich als sehr hilfreich herausgestellt, ein Leinen- bzw. Baumwolltuch in den Korb zu legen. Als nächsten Schritt wird der Korb befüllt, also der Mittelteil mit dem Pflanzenmaterial. Das vorherige Wiegen gibt uns im Anschluss die Möglichkeit die Ausbeute zu berechnen. Wir machen die Anlage so voll wie es geht, Blüten, Äste, Kräuter, Schalen usw. drücken sie leicht an, Samen liegen allerdings von allein schon dicht genug auf. Dann schließen wir den Kühler an, füllen wir ihn mit der Hand auf, müssen wir immer bei der Anlage bleiben, sobald das Kühlwasser warm ist, muss dringen kaltes Wasser nachkommen. Perfekt ist eine einfache Aquarium Pumpe und eine zweite Spülwanne damit immer ein wenig kaltes Wasser nachfließen kann. Ein kontinuierlich laufender Wasserstrahl aus dem Wasserhahn, der auf den Kühler trifft, ist auch möglich. Dabei soll das Kühlwasser von unten eingeleitet werden, denn oben soll das warme Wasser ablaufen können.

Wir brauchen einen passenden Auffangbehälter. Bei einer Wassermenge im Kessel bis zu drei Liter (zugelassen sind nur zwei Liter Destillen, ab drei Liter brauchen wir eine Genehmigung), sollte eine Flasche mit schmalen Hals und 200 ml verwendet werden. Nehmen wir eine zu große Flasche, ist die Ölausbeute gering, da sich das Öl von der großer Hydrolatmenge nicht so gut absetzt. Am schmalen Flaschenhals kann sich das ätherische Öl gut sammeln, um es besser abzufiltern. Je glatter der Übergang vom dünnen in den dickeren Teil der Flasche verläuft, desto weniger Ölrückstände können in den Rillen hängen bleiben. Wie gesagt, die richtige Flaschengröße ist entscheiden. Auch in zu kleinen Flaschen werden wir keine große Ölausbeute erzielen. Ist die Öffnung des Gefäßes zu groß, schwimmt unser Öl zu breiflächig auf unserem Hydrolat auf und wir tun uns sehr schwer, den Film abzuziehen. Es gibt auch sehr schwere Öle, sie setzen sich wiederum am Boden unseres Gefäßes ab. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Zimt- und Nelkenöl. Benutzen wir hier eine 200 ml Fläschchen, mit zusätzlicher Wölbung am Boden, können wir auch hier viel besser das Öl vom Hydrolat trennen, da sich das schwere Öl nicht am ganzen Flaschenboden verteilt kann, sondern in den Vertiefungen der Wölbung sammelt. Gönnen sie sich doch Mal ein Piccolo – Sektfläschchen aus Weißglas, das ist nämlich das perfekte Gefäß für unseren Auffangbehälter!

Das Fläschchen wechseln wir nicht bevor es voll ist.  Bei bis zu zwei Liter Wasser können wir ungefähr mit vier Fläschchen rechnen. Je nach Pflanzenmaterial befindet sich das meiste Öl, sowie das intensivste Hydrolat in der ersten Sammlung. Bei Rinden und Harzen jedoch erst in der zweiten Sammlung. Hernach nimmt die Intensität ab, dann wird nur noch Wasser destilliert. Der Vorteil bei kleinen Fläschchen ist, dass wir anfangs gleich die beste Qualität in der ersten bzw. zweiten Flasche erhalten. Sammeln wir alles in einem großen Behälter, vermischt sich das Öl und Hydrolat mit Wasser und die Qualität nimmt ab. 

Das Destillieren

Verwenden wir bis zu zwei Liter Wasser, wird es circa eine viertel Stunde dauern bis der erste Tropfen Destillat heraustropf. Wichtig ist, dass wir die Wärmequelle voll aufdrehen, je schneller der Vorgang beginnt, desto weniger haben wir mit Verlusten des ätherischen Öls zu rechnen. Sobald unsere Hydrolat- Öl - Gemisch aus dem Kühler rinnt kontrollieren wir in regelmäßigen Abständen die Kühlertemperatur. Die Heizquelle, sei es Gas-, E-Herd oder Kochplatte, kann während des ganzen Vorgangs voll aufgedreht bleiben, dennoch darf der Inhalt nicht zum Überkochen gebracht werden. Sollte es dennoch dazu kommen, ist der Vorgang sofort abzubrechen und die Anlage wie oben beschrieben zu reinigen. Wir merken die optimale Leistung, wenn unser Destillat in einem dünnen Strahl, kleine Unterbrechungen sind möglich, herausläuft.

 

Tipps und Tricks

 

Bei der Rosenölgewinnung erhalten wir bei unserem ersten Vorgang nur sehr wenig Öle, aus dem einfachen Grund – es ist nur wenig Öl in den Blättern enthalten. Allerdings variiert das je nach Sorte und Reifungsgrad. Daher kommt zur ersten, die zweite Destillation. Wir sprechen hier von der ersten Fraktion und zweiten Fraktion. Mit etwas Glück und Können, erlaubt uns die erste Fraktion vielleicht schon einen gewissen Anteil des Öles mit einer Pipette abzusaugen. Das übrige Ölhydrolat geht nun in Phase zwei.  Wir schütteln das Gemisch vor Beginn kräftig, geben alles in die sauber gereinigte Destille. Das Hydrolat der zweiten Fraktion ist nun das viel gepriesene Rosenwasser, das Öl die zweite Rosenfraktion. Aber nicht nur bei den Rosen können wir die Cohobation, wie das Fraktionieren auch gerne genannt wird anwenden – nein, auch bei allen anderen Pflanzen mit geringer Ausbeute, kann dadurch die Qualität optimiert werden. Dabei schließt es sich nicht aus beim zweiten Vorgang, neues Pflanzengut mit in den Aromakorb zu geben. Grundsätzlich hat sich gezeigt, nicht unter eineinhalb Liter Wasser zu destillieren, sonst bildet sich nämlich kein oder fast kein Öl.

Harze können wir über Nacht einfrieren, in ein Tuch wickeln und mit dem Hammer zerschlagen. Zusammen mit Buchenspänen im geleichen Mischverhältnis in den Pflanzenbehälter geben und alles zusammen im Wasserdampf extrahieren. Samen, Wurzeln und Rinden können vorher einige Wochen in Salzwasser eingelegt werden, oder wir geben dem Wasser, welches wir zum Kochen bringen Salz bei, so lassen sich ihre Inhaltsstoffe einfacher entlocken.

Wie trennen wir das Öl vom Hydrolat?

Eigentlich trennt sich das Öl gleich vom Wasser ab. Ist die Ölausbeute sehr gering, erhalten wir manchmal nur ein trübes Wasser, das heißt, es schwimmt gar kein Öl oben auf. Dann stellen wir unsere Mischung an meinem dunklen Ort und bewahren sie dort bis zu vier Wochen auf. So haben beide Komponenten Zeit sich zu trennen. Ist dies nicht der Fall, besteht zusätzlich die Möglichkeit die Trennung durch die Zugabe von Salzen zu optimieren. Dafür kann Natriumsulfat, Magnesiumsulfat oder Ammoniumchlorid verwendet werden. Das Mischverhältnis liegt bei 50 – 100 g pro Liter. Dabei verändert sich die Grenzflächenspannung der wässrigen Phase, wobei sich das Öl trennt und mit einer Spritze mit Kanüle abgesaugt werden. Die Kanüle sollte nicht zu dünn und nicht zu kurz sein, damit eine Verstopfung vermieden wird, bzw. damit die Kanüle weit genug in die Flasche reicht.  Sollte etwas wässrige Lösung in die Spritze gelangen, ist das kein Problem. Wir können ein wenig an die Spritze klopfen, um die beiden Phasen wieder zu trennen um das Hydrolat gesondert aufzufangen. Da Licht Inhaltsstoffe schadet füllen wir unserer beiden Produkte in dunkle Fläschchen ab. Bei den Trennungen in Fraktionen, füllen wir die Substanzen in verschiedene Behälter. Um an die schwereren Öle am Flaschenboden zu gelangen, reicht eine Spritze mit Kanüle leider nicht aus, hier kommt eine Pasteurpipette mit Silikonschlauch in Fragen.

Welche Pflanze bei unterschiedlichen Beschwerden von A – Z

Akne: Lavendel, Myrre, Thymian, Pfefferminze, Zitrone, Wacholder, Kamille.

Angst: Wachholder, Orange, Rose, Geranie, Kamille, Majoran, Geranie, Melisse.

Bronchitis: Thymian, Pfefferminze, Rosmarin, Kamille, Myrte.

Depression: Rose, Melisse, Kamille, Basilikum, Geranie, Lavendel, Baldrian, Johanniskraut.

Durchfall: Pfefferminze, Geranie, Oregano, Rosmarin.

Erschöpfung: Minze, Rosmarin, Wacholder.

Haarausfall: Birke, Brennnessel, Thymian, Birke.

Hoher Blutdruck: Orange, Lavendel, Majoran, Melisse.

Insektenstiche: Lavendel, Nelke.

Konzentrationssteigerung: Zitrone, Rosmarin, Pfefferminze, Lorbeer, Majoran, Wachholder.

Kopfschmerzen: Rose, Kamille, Lavendel, Pfefferminze, Rosmarin.

Magenbeschwerden: Basilikum, Fenchel, Geranie, Ingwer, Kamille, Lavendel, Salbei, Melisse.

Menstruation: Kamille, Lavendel, Melisse, Rose, Salbei.

Nervosität: Kamille, Lavendel, Melisse, Salbei, Rose, Linde, Johanniskraut, Baldrian.

Rheuma: Fichte, Kamille, Lavendel, Rosmarin, Wachholder.

Schlafstörungen: Kamille, Johanniskraut, Baldrian, Zirbe.

Stress: Basilikum, Baldrian, Johanniskraut, Geranie.

Verdauung: Anis, Fenchel, Kamille, Koriander, Lorbeer, Melisse, Nelke, Pfefferminze.

Zellulite: Geranie, Minzen, Myrte, Oregano, Orange, Rose, Rosmarin, Salbei, Wacholder, Zitrone.